Bernd Straub-Molitor - Gedichte
 

- 2 -

- 3 -

 

Augen. Licht.

Meine Feder in Tinte getaucht
darin die Wörter noch formlos schimmern
mit jedem Öffnen und Schließen meiner
Augen immerfort dein Bild und
meine sinkende Schulter die
nichts ersehnt als
das Auflegen deiner Hand
wie der Vogel sich niederläßt
zur rechten Zeit
auf dem rechten Zweig

Collage B. Straub-Molitor

Perpetuum mobile

Du deren Name
in meinem Mund
um und um geht
wie die Kugel in
einer klingenden Schale

Ich wünsche dir
wo immer du bist
kristallene Tage
diamantene Nächte
Träume ohne Ufer

Ich schenke dir
wo immer du auch bist
meine Vogelscharen
meine Brunnen im Regen
den Wind der das Tauwetter bringt
nach jeder und jeglicher
Eiszeit des Herzens

[Home] Zum Inhaltsverzeichnis   zurück     weiter Schließen