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Her de Vries

Nach »Cobra« macht de Vries, der heute in Alkmaar lebt, in den 50er Jahren Bekanntschaft mit dem Surrealismus. Ende 1959 gründete er das »Bureau de Recherches Surréalistes en Hollande«, um in den Niederlanden, bis dahin dem Surrealismus gegenüber eher »zugeknöpft«, ein Zentrum für surrealistische Aktivitäten zu schaffen. So entsteht die erste kohärente niederländische Surrealistengruppe.
In Paris trifft de Vries mehrfach Breton und seine Mitstreiter. 1961 organisiert er in Leiden die Ausstellung »Surrealistische Begegnungen« und gibt von 1964 an mit Laurens Vancrevel die Zeitschrift »Brumes Blondes. Actualité surréaliste« [16 Nrs bis 1976] heraus, an der zahlreiche Surrealisten aus aller Welt mitarbeiten.
Als Mitte der 70er Jahre die Kollektivaktivitäten nachlassen und die niederländische Surrealistengruppe sich auflöst, setzt de Vries seine poetischen Erkundungen im Stillen fort. Ohne Ergeiz, literarisch Karriere zu machen, vernichtet er nahezu seine gesamte dichterische Produktion und wendet sich der Herstellung von kleine Kästen und Objekten zu.

Heribert Becker, aus "Das surrealistische Gedicht", 3. Auflage, Frankfurt/Main 2001

Publikationen:

  • »Lautréamont in Niederland«, 1966;
  • »Surrealistische Ontmoetingen« [zus. mit L. Vancrevel], 1988;
  • »J. H. Moesman, de afzijdige« [zus. mit P. Schermer], 1993;
  • »Van hoegenaamd geen waarde. J. H. Moesman en de publiciteit«, 1994;
  • »Boîtes er autres objets«, 1996;
  • »Ceci n'est pas une simple histoire d'amour«, 1997;
  • »Marchand de sel«, 2000

Kontakt: Her de Vries · Grevelingen 19 · NL - 1826 Am Alkmaar

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