
Geboren 1927 in Marseille.
Grundschule in Marseille, Ecole des Chartreux, Ecole des Métiers, Endoume, Marseille. Erlernt den Schlosserberuf, den er aber nie ausübt. Kleine Erwerbstätigkeiten: Zur Zeit der Befreiung in Marseille Pressezeichner für aus der Résistance hervorgegangene Zeitungen. Buchhalter, einen Monat (eine falsche Addition). Weinernten. Weitere landwirtschaftliche Tätigkeiten (sehr kurz). Anstreicher (sechs Monate).
Als 21jähriger im Sanatorium in Hauteville (anderthalb Jahre). Krank, lebt auf dem Land in zahlreichen Dörfern der Haute-Provence, der Alpes-Maritimes, der Bouches-du-Rhône, dann im Var: Montfroc, Simiane-la-Rotonde, Vence, Le Piole, Saint-Paul-de-Vence, Aix-en-Provence, Antibes, Sillans-la-Cascade. Wichtige Begegnungen: mit dem Werk Joë Bousquets, den Zeichnungen Louis Soutters, den Aphorismen Lichtenbergs. Fertigt in dieser Zeit ungefähr 2.000 Tuschzeichnungen. Sehstörungen.
Veröffentlicht 1968 im Verlag Robert Morel Reflektionen in Aphorismusform über „Die Zeichnung“ (Le Dessin). 1959 entstehen die ersten Assemblagen, die 1961 in der Galerie Alphonse Chave in Vence gezeigt werden. Stellt ab 1969 in der Galerie Le Point Cardinal in Paris aus. Seit 1984 in der Galerie Claude Bernard in Paris. Hat 1971 in den USA den Bill-Copley-Preis erhalten.
Lebt seit 1973 in Paris. Etliche Reisen hierhin und dorthin, keinerlei Spuren. Schreibt und macht Assemblagen.
L.P. in: Sauvages des villes – sauvages des îles [Ausstellungskatalog]. Noyers-sur-Serein/Yonne 1992
[Ausstellung zusammen mit Mimi Parent, Jean BenoÎt und Fred Deux, dazu Werke der primitiven Kunst]
Zahlreiche weitere Einzelausstellungen, u.a. in Paris [häufig], Vence, Marseille, Avignon, Helsinki, Genf, Le Havre, Saint-Paul-de-Vence, Bern, Lyon, Chicago, Nizza, Toulon, New York…
In Deutschland war Louis Pons in der großen Ausstellung Imagination [Museum Bochum, 1978] vertreten, 1981 stellte er in der Galerie Pudelko in Bonn aus und 2003 in Gütersloh, wo er zugleich den Woldemar-Winkler-Preis erhielt.
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