Newsletter No 3 - 7/2006 Forum Homepage
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 Neu im Web

www.woldemar-winkler.com

Zur Homepage woldemar-winkler.com
Woldemar Winkler, geb. 1902 in Dresden, gestorben am 30. September 2004 im Alter von 102 Jahren in seinem Haus in Niehorst bei Gütersloh. Hier lebt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Margret und den Kinder Christoph und Friederike seit den späten 1940er-Jahre. Hier, in einem alten Fachwerkhaus, arbeitet er weit bis in seine 90-er Jahre hinein, bis weit in sein 90. Lebensjahrzehnt hinein.
Er hinterläßt somit ein Werk aus acht Dekaden, das seinesgleichen sucht, aber nicht finden wird: Malereien, Zeichnung, Collagen, Assemblagen, Grafiken, Skulpturen, Plastiken, eine Installation in einer kaum zu überschauenden Menge und von ungewöhnlicher Kraft und Poesie, die sich jeder kunsthistorischen Zuordnung & Katalogisierung entzieht und sich auch sonst dem allgemeinen Kunstspektakel stets zu entziehen vermochte.

Seit Juli 2006 ist Woldemar Winkler nun mit einer eigenen Präsentation unter
www.woldemar-winkler.com
im Internet vertreten und versucht jedem anhand zahlreicher Bildbeispiele aus seinem Werk, eigener Texte und derer von Freunden, Weggenossen, Sammlern und Kunstkritikern die ungewohnliche Bildwelt Woldemar Winklers näher zu bringen.
 
 Neu im Forum

Louis Pons

Zur Vita des Autors
»Geboren 1927 in Marseille. Grundschule in Marseille, Ecole des Chartreux, Ecole des Métiers, Endoume, Marseille. Erlernt den Schlosserberuf, den er aber nie ausübt. Kleine Erwerbstätigkeiten: Zur Zeit der Befreiung in Marseille Pressezeichner für aus der Résistance hervorgegangene Zeitungen. Buchhalter, einen Monat [eine falsche Addition]. Weinernten. Weitere landwirtschaftliche Tätigkeiten [sehr kurz]. Anstreicher [sechs Monate]. Als 21jähriger im Sanatorium in Hauteville [anderthalb Jahre]. Krank, lebt auf dem Land in zahlreichen Dörfern der Haute-Provence, der Alpes-Maritimes, der Bouches-du-Rhône, dann im Var: Montfroc, Simiane-la-Rotonde, Vence, Le Piole, Saint-Paul-de-Vence, Aix-en-Provence, Antibes, Sillans-la-Cascade. Wichtige Begegnungen: mit dem Werk Joë Bousquets, den Zeichnungen Louis Soutters, den Aphorismen Lichtenbergs. Fertigt in dieser Zeit ungefähr 2.000 Tuschzeichnungen. Sehstörungen.
Veröffentlicht 1968 im Verlag Robert Morel Reflektionen in Aphorismusform über „Die Zeichnung“ (Le Dessin). 1959 entstehen die ersten Assemblagen, die 1961 in der Galerie Alphonse Chave in Vence gezeigt werden. Stellt ab 1969 in der Galerie Le Point Cardinal in Paris aus. Seit 1984 in der Galerie Claude Bernard in Paris. Hat 1971 in den USA den Bill-Copley-Preis erhalten. 2003 erhält er den Preis der Woldemar-Winkler-Stiftung
Lebt seit 1973 in Paris. Etliche Reisen hierhin und dorthin, keinerlei Spuren. Schreibt und macht Assemblagen.

L.P. in: Sauvages des villes – sauvages des îles [Ausstellungskatalog]. Noyers-sur-Serein/Yonne 1992 [Ausstellung zusammen mit Mimi Parent, Jean BenoÎt und Fred Deux, dazu Werke der primitiven Kunst].
Zu den Beiträgen  >>> 
 
 Verstorben

Christian Saalberg

 
Nach langer, schwerer Krankheit ist der Lyriker Christian Saalberg am 25. Mai 2006 im Alter von 79 Jahren gestorben. Das seit 1992 in Kronshagen/Schleswig-Holstein ansassige Mitglied des PEN-Clubs Deutschland und Österreich war spätberufen, bis vor kurzem aber höchst produktiv: »Das erschaffene Vermächtnis umfasst 23 Gedichtbände, die zunehmend die Todesnähe mehr umkreisen und staunen machen: Das Sehnen nach Einfachheit endet oftmals in Komplexität – und weil Saalberg um diesen Umstand wusste, kam er den undurchschaubaren Auswüchsen des Lebens mit einfachen, originellen Bildern bei und gab seinen Versen gern einen paradoxen Anstrich, der zu glänzen beginnt, sobald er aufgelesen wird.« [Kieler Nachrichten vom 30. Mai 2006].

Éduard Jaguer

 
In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 2006 verstarb in Paris der Lyriker, Kunstkritiker und Ausstellungsmacher Éduard Jaguer. Er war u.v.a. Mitherausgeber der seit 1996 erscheinenden französisch-sprachigen Zeitschrift Infosurr – Actualités du surréalisme et de ses alentours sowie der Lyrikanthologie »Das surrealistische Gedicht« [1985/2005, gem. mit H. Becker & J. Král].  >>> 

Mimi Parent

 
Die aus Montréal stammende Künstlerin Mimi Parent verstarb am 14. Juni 2005 im Alter von 80 Jahren in der Schweiz. Seit den 1950-er Jahre lebte sie mit ihrem Ehemann Jean Benoît in Paris und nahm an zahlreichen Ausstellungen und Aktivitäten der Surrealistengruppe teil.
2001 war sie Preisträgerin der Woldemar Winkler Stiftung Gütersloh.


Bereits am 14. Jan. 2005 verstarb der am 27 Dez. 1912 im englischen Ledbury geborene Surrealist
Conroy Maddox sowie im März 2005 in San Francisco
Philip Lamantia im Alter von 77 Jahren, der lange Zeit in der US-amerikanischen Gruppe um Franklin Rosemont aktiv war.
 
 Empfehlenswerte Links

André Breton

Atelier André Breton
Im Jahre 2002 kam sie unter den Hammer: Die gesamte Habe eines der größten französischen Denker und sammmelwütigen Exzentrikers namens André Breton. Die alles geschah unter großem, kontroversem Anteil besonders der französischen (Kultur-)Presse [s. auch Newsletter no 1]. Was blieben, waren eine paar Kataloge und ebensoviele digitale Datenträger, sog. DVDs [ = Digital Video Disc], bis zum Bersten gefüllt mit Abbildern all jener Dinge, die ihn teilweise sein ganzes Leben begleittet und inspiriert hatten.
Wer nicht zu den Auserwählten zählt und weder das eine noch das andere ergattern konnte, dem bietet sich nun eine Alternative:
Nach einem kurzen Anmeldeprozedere [den meisten bestens bekann], erhält man eine Bestätigungs-Email mit einem Account und kann sich nun nach Herzenslust umschauen. In jedem Fall lohnenswert!
http://www.atelierandrebreton.com

Förderverein Meret Oppenheim – Steinfrau aus Steinen

Förderverein Meret Oppenheim
»Meret Oppenheim ist in der kunstinteressierten Öffentlichkeit als Schweizer Künstlerin bekannt. Doch ihr Elternhaus stand während der prägenden Kinder- und Jugendzeit in der Gemeinde Steinen im Wiesental, wo der Vater als ungemein beliebter Arzt bis 1936 praktizierte...
Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Persönlichkeit und das künstlerische Werk der ehemaligen Steinener Mitbürgerin einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Im Herbst 1998 kam es zu einer vielbeachteten Ausstellung über die außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit in einem historischen Gebäude in Steinen. Anlässlich des 90. Geburtstages von Meret Oppenheim am 6. Oktober 2003 wurde diese Homepage eingerichtet, um die zusammengetragenen Fakten einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Einen Großteil der Informationen lieferte die Monographie über Meret Oppenheim, 'Spuren durchstandener Freiheit' von Bice Curiger.«
Eine empfehlenswerte Seite über den weiblichen Kontrapunkt der surrealistischen Bewegung.
http://www.meret-oppenheim.de

Bauhaus-Archiv

Bauhaus-Archiv
Das Bauhaus ist Deutschlands berühmteste Kunst-, Design- und Architekturschule der Klassischen Moderne, die von 1919 bis 1933 bestand. So das Online-Lexikon Wikipedia im genauen Wortlaut. Und um dies auf einen 17-Zoll-Monitor in deutsche Wohnstuben oder Design-Agenturen über das Medium Internet bei uns Eingang finden zu lassen, gehört ein großes Stück des aventgardistischen Geistes, für den Gropius, Itten, Klee, Kandisky, van der Rohe, Wagenbach und all die anderen standen.
Und dies schieinen die Macher dieser Seite wirklich zu beherzigen. Sehr Informativ und ausgesprochen funktional! Ein lohnender Besuch allemal!

Max Ernst Museum Brühl [bei Köln]

Max Ernst Museum Brühl
»Erstmals ist das Werk des großen Dadaisten und Surrealisten Max Ernst (1891-1976) an einem Ort versammelt zu sehen: In bisher nicht gekannter Fülle sieht man über 60 Skulpturen aus dem Privatbesitz des Künstlers und einen Großteil seines graphischen œuvres. Glanzpunkt des Museums sind 36 D-Paintings, Liebesgaben, die Max Ernst seiner Frau Dorothea Tanning jedes Jahr zum Geburtstag schenkte.
Auch wenn man sich auf dieser Seite alle Mühen gemacht hat; um einen Besuch in Brühl kommt man nicht herum. Auch wenn die Zahl der Exponate recht übersichtlich ist [besonders nach Ende der Ausstellung, die noch bis September 2006 verlängert wurde!].

Otto Dix

»Die Otto Dix Stiftung wurde von Martha Dix, der Witwe des Künstlers, 1983 gegründet. Zweck der Stiftung ist die Wahrung der Urheberrechte sowie die Verwaltung des Archives und einer umfangreichen Sammlung. Wichtige Werke befinden sich als Leihgaben in bedeutenden Museen.«
Reichhaltige und gut strukturierte Informationen zu Leben und Werk des Künstlers aus Gera [1891–1969]. Leider nur sind die Bildbeispiele ein wenig klein geraten. Schade!
 





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