Steinbläue über dem Dolchschatten
Weil das Fleisch
mit dem Knochen schläft
rollen Augen über den Tisch
tanzt löwenbeinig
der Tisch übers Meer
öffnet das Meer Fenster
über einem Meer von Gesichtern
Aus der Traum
Leere Mauern
falsche Spiegel
graue Tränen
Man versucht mit den Flügeln
der Statuen zu fliegen
aber der Wind kommt nicht
schläft irgendwo faul
Bevor sie diese trostlose
Gegend erreicht haben
stürzen Wolken vom Himmel
Ihre unförmigen Trümmer
liegen auf den Plätzen umher
Die Pendeluhren haben Ausgangssperre
Sprache
Hommage á André Breton
Aus grünem Schnee äugt der Salpetervogel
und seine Garderobe
leuchtet wie alle sieben vergoldeten Samen
auf ihren Kerzen unter der Nacht
Im gänzlich erblindeten Wind
segelte Sprache
Korvette auf blauer Zunge
die Taub aus den Felsen hing
Sacre du printemps
für Fred Apke
Kurz wie ein Rock ist der Rausch
eine Zunge ohne Gesicht
ein Rätsel das sein Gedächtnis sucht
die Mitternacht zwischen zwei Engeln
wo man Rosen jagt
im Hinterkopf
und lange Blicke
geworfen werden
Du bist hinuntergesprungen
zwischen die Augen
und dein schwarzer Anzug
folgt dir auf dem Fuß
Die Laternen schielen
mit großen Ohren
zu den bewimperten Perlen
die aus der Haut fahren
wie ein Schrei der lautlos
über die Lippen kommt
wenn es im Hitzkopf
von Einfällen hagelt
die im buttrigen Körper
stecken bleiben
der auf flacher
Pfanne schmilzt
Die Spitze einer Flamme
berührt dein Herz
das bis zum zerspringen
in lauter Blutstropfen hämmert
So viel du auch kochst
es wird Spitze sein
landläufig jedenfalls
wie die Esser behaupten
denen die Zungen
auf den Strich gehen
wie geschürte Mädchen
die es in sich haben
Im Frühling wenn Liebe stinkt
Anima
für Amina
Ein Leib aus Hauch
ziehst du mich
auf dein Tier
farnst zur Vogelfeder
schreibst Geäder
von Lust auf das blinde Ei
das ich bin
bis es zum Brunnen
geht und bricht
und ich als Blitz
aus der Schale schlüpfe
von der Nacht
deiner Augen gespiegelt
|