Mimi Parent: Masculin-féminin - Objekt - 1953 - 47,5×38×12,5cm Home
 
Sans titre - Ohne Titel

Sans titre [Ohne Titel]
1953
Öl auf Leinwand - 61 × 50 cm
Privatbesitz

 

André Breton:
In Mimis Distelaugen schimmern die Gärten Armidas um Mitternacht.
André Breton: Le Surréalisme et la peinture, Paris 1965

 


José Pierre
Mimi Parent
Alle Dinge verwandeln sich unter ihren Händen. Ihre Malerei pflegt ganz besonders die Dämmerung, jene eigenartige Stunde, wenn das Plump-Tierische einschläft und am Waldesrand die tagblinden Feen mit ihrem Gefolge von Kobolden erwachen.
José Pierre: Le Surréalisme. Paris 1973


  J'habite au choc - Ich wohne im Zusammenprall

J'habite au choc [Ich wohne im Zusammenprall]
1955
Tableau-objet - 61 × 85 × 10 cm
Sammlung Yannick & Margo Bruynoghe, Brüssel

 
Sans titre - Ohne Titel

Sans titre [Ohne Titel]
1970
Bleistift auf Papier - 23 × 30 cm
Sammlung Siekmeyer-Bluhm, Remscheid

 

P.K.
Mimi Patent
Obwohl ihr der Surrealismus von Beginn an als Führer und Richtschnur dient (die erste Fassung ihres Gemäldes »J'habite au choc« stammt aus dem Jahre 1949), schließt sie sich - wie Jean Benoît - erst 1959 Breton und seiner Gruppe an, in dem Jahr der Ausstellung EROS, für die sie außer dem Cover des Katalogs den sog. »Fetischismus-Raum« gestaltet. Seither hat sie sich an allen wichtigen Aktivitäten der Gruppe bis zu deren Selbstauflösung 1969 beteiligt.
Mimi Parents persönliches Werk durchläuft zunächst verschiedene Peripetien, um sich erst im letzten Jahrzehnt [1969-79] voll zu entfalten.


 


Außer von der Malerei auch von so unterschiedlichen Techniken wie der Stickerei, der Collage, der Radierung, der Einlegearbeit oder dem »reinen Objekt« (»Masculin-féminin«, 1959) angezogen, findet Mimi Parent schließlich ihre eigene Ausdrucksweise in einer sehr persönlichen Variante des tableau-objet, dessen erstes Resultat das berühmte »J'habite au choc« (1955) ist. Das Überwechseln vom planen Bild zur Dreidimensionalität und umgekehrt immer neu wiederholend, stellt sie dieses Verfahren in den Dienst einer ebenso zarten wie prunkvollen, in fortwährendem Übergang befindlichen Träumerei, worin dieselbe Bewegung,

  Dialogue érotique entre Marguerite Gauthier et Armand Duval - Erotisches Zwiegespräch zwischen Marguerite Gauthier und Armand Duval

Dialogue érotique entre Marguerite Gauthier et Armand Duval
[Erotisches Zwiegespräch zwischen Marguerite Gauthier und Armand Duval]
1971
Bleistift auf Papier - 23 × 30 cm
Sammlung Siekmeyer-Bluhm, Remscheid

 
Ex voto - Votivbild

Ex-voto [Votivbild]
1970
Tableau-objet - 19,3 × 25 cm

 

die das eigene innere Phantasma Gestalt werden läßt, die Welt wie einen Fächer auf die geheimen Schwingungen der universellen »Textur« hin öffnet. Eine wahre Zeitbombe, ist Mimi Parents Werk, das als eines der in sich geschlossensten der gesamten surrealistischen Bewegung genau zu dem Zeitpunkt hervortritt, da diese ans Ende ihrer »historischen« Existenz gelangt, heute einer der schönsten Triumphe des Surrealismus über sein eigenes Schicksal.
Adam Birol Reni Passeron (Hrsg.): Dictionnaire général du surrealisme et de ses environs. Paris 1982

 
    Ève rêve - Eva träumt

Ève rêve [Eva träumt]
1973
Tableau-objet - 93 × 62 cm

 
Diane - Diana

Diane [Diana]
1977
Tableau-objet - 96 × 77 cm

   
 
    Viens - Komm

Viens [Komm]
1978
Tableau-objet - 73,6 × 101,5 cm

 
L'Enfant semeur - Der Sämannsjunge

L'Enfant semeur [Der Sämannsjunge]
1980
Tableau-objet - 77 × 56 cm

   
 
    Aux oiseaux - Den Vögeln

Aux oiseaux [Den Vögeln]
1981
Tableau-objet - 73 × 76 cm

 
Le Château muet - Das stumme Schloß

Le Château muet [Das stumme Schloß]
1983
Tableau-objet - 85 × 74 cm

   





© Mimi Parent
Bild- wie Textvorlagen entstammen dem Katalog
anläßlich der Preisverleihung 2001
der Woldemar-Winkler-Stiftung an Mimi Parent.


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