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Ausstellungen & Veranstaltungen
2001/02 | 2003/04 | 2005/06 | 2007

Neuerscheinungen

 Notizen · In eigener Sache 

Die Geschichte von Herrn Müller

Ein erfolgreicher deutscher Unternehmer, der sich den Slogan eines planetarischen Elekto-Einzelhändlers zu eigen gemacht hat und dem – als guter Bayer & somit guter Christ – die Todsünde des Geizes nicht unbekannt sein dürfte frönt eben diesen Wesenszügen, die er und seine Kaste inzwischen zu Tugenden erhoben haben. Ob einem Müllermich da wirklich noch schmecken kann? Im Halse stecken bleiben soll sie – besonders dem Herrn mit dem exotischen Familiennamen!


A bisserl Polizeistaat schad't doch nix

»Zwei Persönlichkeiten der Weltgeschichte ähnlich« sehend durch die Münchner Innenstadt zu flanieren, kann durchaus seine Tücken haben. Besonders wenn dies der Aktionskünstler Wolfram Kastner & der Lektor Georg Ledig – verkleidet als päpstlicher Nuntius & Adolf Hitler – tun. Lassen sie dann auch noch Flugblätter mit hochbrisantem politischen Inhalt verteilen, schlägt die freistaatliche Justiz & seine ausführenden Organe erbarmungs- & wie gewohnt humorlos zu. Ein bajuwarischer Bauernschwank, eine Politposse in weiß-blau? Lesen Sie mehr:
Von Günther Gerstenberg, Christoph Klinke & Georg Ledig [Kommentare: IBKA & süddeutsche.de].


Mário Cesariny de Vasconcelos gestorben

Am 26. November verstarb in Lissabon Mário Cesariny de Vasconcelos [*1923 in Lissabon], 1947 Mitbegründer der portugiesischen Surrealistengruppe.
»Dichter, Theoretiker, Maler, Übersetzer [u. a. von Rimbauds »Illuminations«]. Ist von 1947 bis 1950 die Zentralfigur und der unermüdliche Initiator der surrealistischen Aktivität in Portugal. Gründet 1947 nach der Rückkehr von einer Reise nach Paris, wo er Breton, Brauner und Pastoureau begegnet, mit Alexandre O'Neill die erste surrealistische Gruppe in diesem Lande. Ist aufgrund seiner Experimente mit »materischer« Malerei und einem globalen Automatismus schon 1947 einer der Vorläufer der »informellen« und »tachistischen« Kunst. Als Dichter beeinflußt dieser zugleich sensible und spottlustige Lyriker bis heute wesentlich die dichterische Avantgarde in Portugal; indes ist seine Tätigkeit als Historiker und Theoretiker zumindest von gleichrangiger Bedeutung. Seinem bislang letzten Werk, »Textos de affirmacäo e de combate do movimento surrealista mundial«, läßt sich nirgends in Europa etwas Vergleichbares an die Seite stellen. Cesariny arbeitet an zahlreichen Avantgarde-Publikationen in der ganzen Welt mit, insbesondere an »Arsenal« [USA], »A Phala« [Brasilien], »Phases« [Frankreich], »Brumes Blondes« [Niederlande], »Transformaction« [England], und hat an neueren surrealistischen Ausstellungen in Chicago [1976] und London [1978] sowie seit 1972 an verschiedenen »Phases«-Ausstellungen teilgenommen.« [aus Becker/Jaguér: Das surrealistische Gedicht, Frankfurt Dez. 1985]


Brüssel: Ein Museum für Magritte

»...Michel Draguet, seit April Generaldirektor der Musées Royaux des Beau-Arts, hegt schon einige Zeit den Plan, für den belgischen Surrealisten (1898–1967) ein eigenes Museum in dessen Heimatstadt zu schaffen. Charly Herscouici, Präsident der Fondation Magritte, steht dabei ganz auf seiner Seite. Nun ist Draguet der Verwirklichung einen entscheidenden Schritt näher gerückt. Der französische Dienstleistungskonzern Suez hat sich bereit erklärt, die Finanzierung des prestigeträchtigen Projekts zu übernehmen. Von Frühjahr 2007 an könnten rund 150 Werke René Magrittes die sich bislang in Brüssels Museum für Moderne Kunst befinden und über andere Ausstellungsorte der Stadt verstreut sind, im Magritte Museum zusammengefasst werden.
Dem Namen nach gibt es im Brüsseler Stadtteil Jette bereits ein kleines Museé Magritte, das im Wohnhaus des Malers eingerichtet wurde. Von seinen Kunstwerken hängen aber nur ganz wenige in der Rue Esseghem 135. Ein neues Museum mit Archiv und Studienzentrum für die Magritte-Forschung (das Draguet derzeit in der Universität Brüssel aufbaut) wäre da keine Konkurrenz. Das passende, bereits heute von den königlichen Museen, vom Musée d'Art Moderne genutzte Gebäude steht ebenfalls bereit. Vorgesehener Standort ist das Hotel Altenloh der Place Royale. mitten in Brüssels Museumsquartier.
Brüssel besitzt die größte Magritte-Sammlung der Welt. Im Museum Moderner Kunst nehmen seine Werke zwei Etagen ein. Michel Draguet hat überdies angekündigt, dass erste Privatsammler ihre Bereitschaft signalisiert hätten, dem Magritte-Museum einige wichtige Bilder aus ihrem Besitz anzuvertrauen. Das neue Musée Magritte soll als Dependance des Musées Royaux des Beaux-Arts geführt werden. Es wäre dies seit Jahren die erste Neugründung eines staatlichen Museums in Belgien.«
Elfi Kreis in der Kunstzeitung, Okt. 2005


Glück darf sein

Die Freunde des Tabaks haben endlich einen Anwalt

Von Jens Jessen


A

nders als die ubiquitäre Rhetorik der Deregulierung vermuten lässt, leben wir in einer Zeit der eskalierenden Verbote. Sie kommen aber nicht vom Staat, sondern von der Gesellschaft. Es ist, als wollte sie die neoliberale Enthemmung der Wirtschaft durch übertriebene Gängelung und Ordnung des Alltags kompensieren. In Hamburg wird derzeit ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen erwogen; angeblich weil die weggeworfenen Kippen in den Sandkästen so gefährlich seien. Aber gesetzt den Fall, dies wäre wirklich so – warum verbietet man dann nicht das Wegwerfen der Kippen, sondern gleich das Rauchen überhaupt?
Mit dieser Frage ist man im Zentrum des überaus scharfsinnigen Buches von Imre von der Heydt, das sich an einer Kulturgeschichte der Tabakverbote versucht. Die modernen Antiraucherkampagnen haben nämlich einen beachtlichen historischen Vorlauf, der darauf schließen lässt, dass im Kern der Verbote nicht Sorge um die Gesundheit, sondern ein Ressentiment steckt. Es ist das Ressentiment gegen jede Form von Ausschweifung, Untüchtigkeit und mangelnde Lebensplanung, mit anderen Worten, gegen die vormodernen und taugenichtshaften Verhaltensrelikte, die dem Effizienzgebot der bürgerlichen Erwerbsgesellschaft zuwiderlaufen.

 

Mit einer gewissen vergnügten Beharrlichkeit weist der Autor nach, wie all die bekannten Argumente der Gesundheitsnachteile, Todesraten, volkswirtschaftlichen Schäden auf Milchmädchenrechnungen, logischen Widersprüchen oder demagagoischer Ausblendung konkurrierender, Gefährdungen beruhen. Nennen wir nur den Autoverkehr. Mit Recht werden Unfallverursacher streng bestraft – aber wird deswegen das Auto verboten?
Als plausibler Kern bleibt von der Tabakfeindlichkeit nur der Verdacht gegen den Raucher. ein unzuverlässiger, querköpfiger, tendenziell asozialer Bürger, schlechter Untertan und aufsässiger Arbeitnehmer zu sein. Und in der Tat, der Raucher, wie ehrgeizig auch immer, geht niemals in irgendeiner Arbeit völlig auf - denn neben der Arbeit raucht er ja noch. Ein Stück von seinem Selbst entzieht er stets dem Staat, dem Arbeitgeber oder Ehepartner.
Man darf sich von dem apologetischen Titel (Rauchen Sie? – Verteidigung einer Leidenschaft) nicht in die Irre führen lassen. Der Autor dient nicht der Tabakindustrie, noch leugnet er das Ungesunde am Rauchen. Es handelt sich um eine klassische Diskursanalyse; aber aus dem Widerstreit der Argumente schält sich doch die philosophische Frage heraus, ob Gesundheit als letzter Wert behauptet werden kann, wenn die Frage nach dem Glück nicht gestellt wird, dem die Gesundheit dienen soll. Mit anderen Worten: Ob nicht am Ende die leidenschaftliche Vergeudung, die in jedem Zigarettenzug steckt, der Menschenwürde eher frommt als die ängstliche Erbsenzählerei einer Daseinsvorsorge, die gar nicht weiß, für welches Dasein sie eigentlich vorsorgt.

Imre von der Heydt: Rauchen Sie?
Verteidigung einer Leidenschaft; DuMont Verlag, Köln 2005


Christian Saalberg gestorben

Wie ich soeben erfahre, ist der Lyriker Christian Saalberg am 25. Mai 2006 im Alter von 79 Jahren gestorben. Das seit 1992 in Kronshagen/Schleswig-Holstein ansassige Mitglied des PEN-Clubs Deutschland und Österreich war spätberufen, bis vor kurzem aber höchst produktiv: »Das erschaffene Vermächtnis umfasst 23 Gedichtbände, die zunehmend die Todesnähe mehr umkreisen und staunen machen: Das Sehnen nach Einfachheit endet oftmals in Komplexität – und weil Saalberg um diesen Umstand wusste, kam er den undurchschaubaren Auswüchsen des Lebens mit einfachen, originellen Bildern bei und gab seinen Versen gern einen paradoxen Anstrich, der zu glänzen beginnt, sobald er aufgelesen wird.« [Kieler Nachrichten vom 30. Mai 2006]


André Schinkel

erhält den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik 2006 der gleichnamigen Stiftung in Cuxhaven. Vorgeschlagen und geehrt wurde er von Wolf Biermann, dem Hauptpreisträger dieses Jahres. Beide Preise werden am 16. Juni 2006
bei einem Festakt im Theater der Stadt Cuxhaven verliehen (Beginn: 19.00 Uhr).


Éduard Jaguer gestorben

In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 06 verstarb in Paris der Lyriker, Kunstkritiker und Ausstellungsmacher Éduard Jaguer. Er war neben vielen anderen Aktivitäten Mitherausgeber der Lyrikanthologie »Das surrealistische Gedicht« [1985/2005].


Intelligenz kann im Alter schaden

Düsseldorf - Zufriedenheit im Alter ist einer Untersuchung zufolge keine Frage der Intelligenz. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) unter Berufung auf eine schottische Studie hin. Intelligenz könne ab und zu sogar ein Fluch sein. Wer viel über sich und

 

den Lebenssinn nachdenke, mache es sich oft zu schwer und das schlage aufs Gemüt. Grundsätzlich sei Zufriedenheit im Alter wichtig, da zufriedene Menschen nachweislich eine bessere seelische Gesundheit aufwiesen, die wiederum vorbeugend gegen körperliche Krankheiten wirke.                                (dpa)

Nun, da kann sich Gerorge W. Bush doch auf ein frohes, ausgeglichenes, sinnfreies und nicht durch ein Übermaß an Intelligenz zum Grübeln verdammtes Alter freuen.

Wir gratulieren von dieser Stelle aus.

[aus dem vom 6. Dez. 2005]








Dalí, Gala & kein Ende

Das Nachrichtenmagazin Spiegel weiß in seiner Ausgabe 11/2005 [14. März 2005] wahrlich Wunderliches zu berichten:
»In ihrer ZDF-Sendung 'Lesen!' macht sich Elke Heidenreich um den deutschen Buchhandel verdient. Nun erweitert die strenge Vielleserin ihr didaktisches Konzept nach dem Motto: Wer nicht lesen will, muss hören. Der Kölner Opernintendant Christoph Dammann hat die 'Literaturpäpstin' als Librettistin für eine Oper angeheuert. Das Stück erzählt von Gala, der exzentrischen Geliebten und Muse Dalís. Dieser - zeitlebens erfolgreicher Selbstdarsteller - soll nur als Kind auf der Bühne erscheinen. Dem Maler Max Ernst und dem Dichter Paul Éluard, mit denen Gala in den zwanziger Jahren eine Ménage-à-trois durchlebte, sind Erwachsenenrollen zugedacht. Zudem sollen bunte Videos das Spektakel aufmotzen.
Dammann setzt auf Heidenreichs Prominenz und Erfahrung: Sie hat bereits etliche Kinderopern verfasst. Die Uraufführung der 'Gala'-Oper ist für März 2006 im Kölner Museum Ludwig geplant, wo zur selben Zeit eine Dalí-Ausstellung stattfinden soll. Der Intendant über das Gemeinschaftsprojekt: 'Manche Kritiker meinen ja immer spöttisch, die Oper gehöre heutzutage ins Museum. Und genau dahin bringen wir sie jetzt.'«

Nur nicht gerade dann, wenn da irgendwo Frau Heidenreich lauert, bitteschön!
[s. a. Dalí als Statist im vom 22. März 2006]


Zum Tode von Kurt Regschek

Kurt Regschek, geboren am 29. Juni 1923, ist nach kurzem schwerem Leiden am 26. Juli 2005 in Wien verstorben. Er war, wie Wieland Schmied schrieb, der Wienerischste des Phantastischen Realismus. Viele seiner Werke befassten sich mit seiner Vaterstadt, so schuf er surreale Gemälde vom Dom zu St. Stephan in Wien...
Auszüge aus einem Interview mit Kurt Regschek a. d. Jahre 2001, geführt von Monika Bugs.


Eröffnung des Max Ernst Museums

Am 4. September 2005 ist es nun doch soweit: das Max Ernst Museum wird mit fünfmonatiger Verspätung eröffnet.
Die Leitung des Museums übernimmt vorübergehend Gabriele Uelsberg anstelle der im April bei der Stiftung in Ungnade gefallenen Bettina Mette.
Weitere Informationen: WDR online vom 12. August 2005 sowie der Kölner Stadt-Anzeiger vom 2. Sept. 2005.


Mimi Parent gestorben

Wie ich soeben erfahre, ist die aus Montréal stammende Künstlerin Mimi Parent am 14. Juni 2005 im Alter von 80 Jahren in der Schweiz gestorben. Seit den 1950-er Jahre lebte sie mit ihrem Ehemann Jean Benoît in Paris und nahm an zahlreichen Ausstellungen und Aktivitäten der Surrealistengruppe teil.
2001 war sie Preisträgerin der Woldemar Winkler Stiftung Gütersloh.
Bereits am 14. Jan. 2005 verstarb der am 27 Dez. 1912 im englischen Ledbury geborene Surrealist
Conroy Maddox sowie im März 2005 in San Francisco
Philip Lamantia im Alter von 77 Jahren, der lange Zeit in der US-amerikanischen Gruppe um Franklin Rosemont aktiv war.


Preis der Woldemar Winkler Stiftung 2005

Zu den Winkler Preisträgerinnen:
Rosa Loy, geb. 1958 in Zwickau, lebt in Markkleeberg und arbeitet in Leipzig
»Die Jury nominiert die Künstlerin Rosa Loy für den Woldemar Winkler-Preis 2005.
Das Werk der 1958 geborenen Künstlerin aus Leipzig überzeugt durch eine über Jahre konsequent entwickelte figurative, erzählerische Bildsprache, die bei aller Klarheit hintergründig und rätselhaft bleibt.
Rosa Loy arbeitet in der Tradition imaginativer Kunst, wofür das Vermächtnis Woldemar Winklers steht.
Mit Rosa Loy würdigt die Jury eine Künstlerin, die die bildnerische Erkundung von Grenzerfahrungen menschlicher Existenz - kennzeichnend für das Werk Woldemar Winklers - in eine zeitgenössische Ausdrucksweise übersetzt.«

Rosa Loy selbst hat die Künstlerin Henriette Grahnert aus Leipzig für den Förderpreis vorgeschlagen.
Henriette Granert, geb. 1977 in Dresden, studierte nach einer Tischlerausbildung Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in der Klasse von Prof. Arno Rink. Es folgte ein Auslandssemester an der Glasgow School of Arts bei Carol Rhodes und Stuart Mc Kenzie.


Eröffnung des Max Ernst Museums verschoben

Nachdem es zuletzt zu erheblichen Irritationen bezüglich des Eröffnungstermins des Max Ernst Museums in Brühl bei Köln gekommen war [dieser war ursprünglich für April 2005 geplant], steht nun ein neuer Termin im Raum: der 3. September 2005. Über die Gründe hierfür mag man spekulieren oder auch nicht.
Der berichtete am 24. März 2005 über die mutmaßlichen Hintergründe >>>.


Mauthner-Gesellschaft

Vielen Forumbesuchern wird es mittlerweile aufgefallen sein: bereits seit längerem besteht keine Zugriffsmöglichkeit mehr auf die Seiten der Mauthner-Gesellschaft e. V. Hier konnte man sprachkritische Aufsätze im Sinne Fritz Mauthners von J. Freeman, Gaetan Picon, Maurice Nadeau, J. H. Burgess u.v.a. finden, aus urheberrechtlichen Gründen zuletzt erst nach einer förmlichen Anmeldung. Nicht nur mich würden die Hintergründe dieses mysteriösen Verschwindens interessieren [s. a. LitLinks, hyperkommunikation.ch & ruthweb.de].


Bettina Mette entlassen

Vor einer Woche noch sprach ihr ein gewisser Werner Spies im Namen des Stifterrates sein volles Vertrauen aus & trat allen Gerüchten um eine Ablösung der Direktorin des zukünftigen Max Ernst Museums entschieden entgegen [s. u.]: am Donnerstag [7. April 05] im Kölner Crown Plaza Hotel wurde ebenso vertrauensvoll die fristlose Kündigung von Bettina Mette bekanntgegeben.
Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger vom 9./10. April 2005 und vom 11. April 2005.


Irritationen um Brühler Museum

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Ausgabe vom 17. März 2005 berichtet, scheint der geplante Eröffnungstermin des Max Ernst Museums am 23. April d. J. aufgrund technischer Mängel in Gefahr zu sein. Mehr dazu >>>


Max Ernst Museum

Am 23. April 2005 soll es im 1844 erbauten Benediktusheim in Brühl bei Köln eröffnet werden: das Max Ernst Museum in der Geburtsstadt des Küstlers, die ihrem berühmten Sohn bisher mit dem viel zu kleinen Max-Ernst-Kabinett nur wenig Raum zugestanden hat.
Gebündelt in der MAX ERNST GESELLSCHAFT e. V. schufen der Landschaftsverband Rheinland, die Kreissparkasse Köln sowie die Stadt Brühl »die künstlerisch-inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen« für die Fertigstellung des klassizistischen Baus nahe Schloß Augustusburg Ende 2004.
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 24. Sept. 2004.


Adieu Max-Ernst-Kabinett... Willkommen im Max Ernst Museum.

»Die Stadt Brühl bittet um Verständnis, dass das Max-Ernst-Kabinett in diesem Jahr auf Grund der vielfältigen Vorbereitungen zur Eröffnung des weltweit einzigartigen Max Ernst-Museums an der Comesstraße 42 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Wer bis zur Eröffnung dennoch einen Blick auf die Werke von Max Ernst erhaschen will, hat dazu Gelegenheit am Max Ernst-Brunnen vor dem Rathaus, Uhlstraße 3, sowie im Park von Schloss Augustusburg, wo unweit des Kuckuckstores Max Ernsts Bronzeskulpturen-Gruppe 'Corps enseignant pour une école de tueurs’ (Lehrerkollegium einer Schule für Totschläger) steht.«


Woldemar Winkler gestorben

Im Alter von 102 Jahren starb am 30. Sept. 2004 der in Dresden geborene und in Gütersloh/NRW lebende Maler Woldemar Winkler. Das teilte die Woldemar-Winkler- Stiftung mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.
Ein Nachruf von Heribert Becker [franz. Version]


Neues vom Verichip

Sie erinnern sich noch an folgenden Artikel Ein Mikrochip, der unter die Haut geht, erschienen am 13. Mai 2002 im Kölner Stadt-Anzeiger. Keine große Meldung, der hierzuland offenbar wenig Beachtung geschenkt wurde. Handlungsort waren die USA.
Nun Kapitel II in Sachen Verichip, diesmal mit niederändischen Darstellern: Artikel vom 7. Okt. 2004, ebenfalls im Kölner Stadt-Anzeiger: Chip im Arm ersetzt die Geldbörse


Stararchitekt Libeskind will Dalí-Museum in Prag bauen

Prag – US-Stararchitekt Daniel Libeskind will in Prag ein Salvador-Dalí-Museum bauen. Kernstück soll eine Sammlung mit 1500 Werken des spanischen Surrealisten sein, sagte der Initiator des Projekts, der Prager Galerist Miro Smolak (52).
Einen Modellentwurf werde Libeskind am 11. Mai, dem 100. Geburtstag Dalís, in der tschechischen Hauptstadt vorstellen. Mit dem Museum will sich der Dalí-Sammler Smolak nach eigenen Worten »einen Traum erfüllen«.
Als Standort für das Museum haben Smolak und Libeskind ein Grundstück rund 500 Meter Luftlinie von der weltberühmten Prager Burganlage Hradschin entfernt vorgesehen. Neben Ausstellungsräumen soll der Komplex unter anderem Gästewohnungen für Künstler, ein Theater sowie ein »surrealistisches Restaurant« beherbergen. Die auf 100 Millionen Kronen (etwa 9 Millionen Euro) geschätzten Baukosten sollen Privatinvestoren aus Spanien, Frankreich und Tschechien aufbringen. Bei Genehmigung des Vorhabens rechnet Smolak mit einer Fertigstellung im Jahr 2007.
Das Museum solle dem Einfluss Dalís auf die tschechische Kunst Rechnung tragen. »In keinem anderen Land hat die Tradition des Surrealismus so gewirkt wie in Tschechien«, sagte Smolak. Diese Verbindung sieht er auch darin bestätigt, dass Dalí nur einem Künstler jemals Modell gestanden habe, dem tschechischen Bildhauer Josef Nalepa. [Quelle:dpa]


Falscher Hahn

Daß an diesem »Präsident« möglicherweise nicht alles so ganz echt ist, mag der eine oder andere schon vermutet haben & daß er - wenn's die Situation oder Papas Freunde erforderlich machen - auch schon mal mit gespaltener Zunge spricht, wird kaum noch jemand bezweifeln. Da passt es doch hervorragend ins Bild, was ein Journalist der »Washington Post« ausgeplaudert hat [Der Kölner Stadt-Anzeiger Home berichtet am 4. Dez. 2003].
Neben M. Moore ist er der zweite US-Amerikaner, der dem Texaner den Kampf erklärt hat. Und käuflich scheint auch er nicht zu sein, Geld gibt's reichlich bei George Soros! »Vor kurzem hat der Börsenguru und Milliardär dem US-Präsidenten den Kampf erklärt. Der 73-Jährige will George W. Bush aus dem Amt haben - für ihn ist dies sogar eine 'Frage von Leben und Tod'. Soros' Begründung: Der Präsident habe das Land 'in einen gefährlichen Zyklus der Gewalt' getrieben und die USA zu einer 'Gefahr für die Welt' gemacht.«
So zu lesen ebenfalls im Finanztycoon will Bush an den Kragen vom 4. Dez. 2003.


Der naturalistischen Fehlschluss des Herrn Wolfgang Sofsky
oder
Widerstand ist zwecklos

Das Fell des irakischen Bären wird verteilt und ein deutscher Denker möchte dabei sein:
»Wolfgang Sofsky schwimmt mutig und unverdrossen gegen den Strom, und das ist zunächst einmal unabhängig davon zu begrüßen, mit welchem Gepäck er dies tut. Wo Habermas und Derrida von einem gegen Amerika geeinten Europa träumen, betätigt sich der Göttinger Soziologe, der mit geschliffen gedachten und formulierten Analysen zu den Themenbereichen Gewalt, Terror und Krieg bekannt geworden ist, als schrill läutender Wecker: Der Irak-Krieg hat, so Sofsky, allen unmissverständlich gezeigt, wo und wie die Musik spielt: Die USA als einzig verbliebene Weltmacht diktieren die Gesetze des Globus - politisch, militärisch, wirtschaftlich -, und wer meint, dagegen aufbegehren zu können, irrt sich und steht letztlich als Verlierer da.«
So weit, so gut. Müßig auch zu erörtern, wer hier mit wem gegen welchen Strom schwimmt. Vielleicht fallen ja auch ein paar Krümmel für Herrn Sofsky ab.
Der bespricht in seiner Ausgabe vom 4. Juli 2003 Wolfgang Sofskys »Operation Freiheit. Der Krieg im Irak«.


Preis der Woldemar-Winkler-Stiftung 2003

Den mit 5000 € dotierten Preis der Woldemar-Winkler-Stiftung erhielt der Franzose Louis Pons. Am 29. Juni 2003 wurde dem 1927 in Marseille geborenen Künstler u. a. für sein »beharrliches Erforschen des Imaginären und geheimnisvoll Hintergründigen der menschlichen Existenz« der alle zwei Jahre verliehene Preis zugesprochen. Pons schlägt nun seinerseits einen jungen Künstler für den mit 1500 € dotierten Förderpreis der Gütersloher Stiftung vor.


100.000 Zugriffe

Am 5. Mai 2003 wurde der einhunderttausendste Zugriff [seit dem 1. Juni 2001] auf die Domain psrabel.com getätigt! Davon gehen etwa 75% auf das »Forum poetischer Kulturen« [seit Okt. 2001]. Weitere statistische Erhebungen erlasse ich mir an dieser Stelle. Nur soviel noch:
am häufigsten aufgerufen wurde die Seite »Forum«, gefolgt von den »Links« & der [nur deutschkundige Besucher interessierende] Seite »Aktuell«.
Wenn Sie das Forum weiterempfehlen möchten, tun Sie's doch gleich .


Moderne Kunst als Folter

Malte Friedrich behauptet am 09.02.2003: Anarchisten haben im spanischen Bürgerkrieg surrealistische Gefängniszellen gebaut:
»[...] Die Folterzellen wurden in Gefängnissen in ganz Spanien errichtet. Sie sollten es ihren Insassen besonders unbequem machen und sie malträtieren. Dazu hatte er, so berichtete Laurencic vor Gericht, den Boden mit unregelmäßig geformten Fliesen ausgelegt, um den Gefangenen das Herumwandern in der Zelle zu erschweren...«
Weiter bei Telepolis [D], der BBC sowie The Guardien [beide UK].


Auf dem Terrortrip

Selbst bei CNN sitzt man im Kriegsfall erst in der zweiten Reihe & den meisten ist dies nah genug; die Gesellschaft des Spektakels benötigt jedoch mehr zum ultimativen Kick; »Der Horror ist immer noch steigerbar« wie folgender Artikel des vom 12. März 2003 [nur Printversion] belegt: Pauschalreise zur Intifada
Mehr zu Jay Greenblad & Extremtourismus


Dada ist global. Ist Dada auch lokal?

»Zürich ist die Wiege des Dadaismus, aber kein bisschen stolz darauf. Dem Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse 1, der Geburtsstätte der internationalen Bewegung, droht der Totalumbau - von einer Apotheke und Wohnungen ist die Rede. Verliert die Stadt damit einen ihrer kulturgeschichtlich wichtigsten Orte? Eine Umfrage.«
Warum sollte es Zürich besser gehen als Paris? Kultur ist das Sparschwein der mageren Jahre & Stadtväter sind halt Väter auf Zeit & verhalten sich auch so.


Neues vom Bushkrieger

Wofür mag das »W« bei George W. Bush stehen? Etwa für »Warlord«? Für »Wake the Dog« oder etwa »Wee Willie Winkie's World«?
Wie auch immer: der Herr mit der rotgeäderten Nase aus dem Reich des Guten & seine Mission, mit Flammenschwert & Benzinkanister das Evangelium vom American Way of Life auch dem Unwilligsten zugänglich zu machen, beschäftigt einmal mehr den .
Im Artikel Der wiedergeborene Christ [Ausgabe vom 21. Febr. 2003] wird wieder einmal offensichtlich, daß in gefalteten Händen immer noch ausreichend Platz für eine Handgranate sein kann.
Manifeste gegen den Flächenbrand im Nahen Osten finden Sie bei uplandtrout.co.uk bzw. Zazie's Zone [Against The Pending War in Iraq] sowie ein Offener Brief an Gerorge W. Bush, ebenfalls bei zazie.at.
Eine Seitenauswahl zum Thema: Netzwerk Friedenskooperative; IPPNW - Ärzte gegen den Irak-Krieg; taz - Protest ohne Adressaten; Stop the War Coalition [UK]; United for Peace [USA], A Letter from Michael Moore to George W. Bush on the Eve of War [USA, s. a. ZDF vom 24. Febr. 03] sowie eine Bilddokumentation zum letzten Waffengang im Reich des irakischen Diktators von Amerikas Gnaden: The Unseen Gulf War by Peter Turnley & Images against war.

Was halten Sie von der These, dass der Präsident der USA mit Geldern der Ölindustrie gekauft wurde? Reportage des  wdr : Das Kartell - Die US-Regierung und das Öl

Mit Coca-Cola in den Krieg vom 21. März 2003.


Schwer bedienbar?

Die Nürnberger Literaturvereinigung »gruppe-vier-w« stellt auf Ihren Seiten u. a. auch Projekte aus dem kulturellen Bereich vor,... und bewertet diese dann auch. Bei dieser Gelegenheit bescheinigt man dem Forum ein »schönes Design«, bemängelt aber zugleich eine »schwere Bedienbarkeit«, ohne allerdings näher darauf einzugehen. Wohlmöglich beruht dies auch auf der leider falsch angegebenen URL [es handelt sich um ein Frameset] oder auch auf dem Missverständnis, dass es sich heibei um ein Internetforum im gängigsten Sinne handeln müsse. Dies trifft aber nicht zu! Wer hat ebenfalls diesbezügliche Probleme mit den Seiten & möglicherweise gar Verbesserungsvorschläge zu machen? Ich bin für jede konstruktive Rückmeldung dankbar.


Visionäre des Schreckens

Wurden die ästhetischen Ideen der Surrealisten zum Programm für Terroristen?
Immer wieder Objekt für jede Art von eitler Selbstdarstellung der Mittelmäßigkeit zu sein, damit hätten sie sicher leben können. Dass aber »Prophetie« ein brandgefährliches Geschäft sein kann, hätte André Breton & seine Mitstreiter möglicherweise überrascht.
Der Kulturkanal 3sat bot in seiner Reihe »Kulturzeit« [1. Sept. 2005] den bisher nicht weiter in Erscheinung getretenen Herren Macho und Buch eine Plattform, um die absurden Theorien gegen die Pariser Surrealisten - eigentlich Gedankengut eines »Kleininquisitors« namens Jean Clair - wiederzukäuen.
Der Publizist & Übersetzer Heribert Becker bezieht in einem Brief an den verantwortlichen Redakteur Stäblein Position.

Bretons Sammlungen - Versteigerung im Pariser Drouot

»Das Pariser Auktionshaus CalmelsCohen versteigert vom 1. bis 18. April 2003 im Hôtel Drouot den Inhalt der Wohnung von André Breton.« So beginnt eine Meldung der FAZ vom 9. Nov. 2002.
Der materielle Wert dieses in vierzig Jahren zusammengetragenen »Inhalts«, bestehend aus Bildern, Grafiken, Skulpturen, Büchern & Manuskripten wird - je nach Quelle - auf 30 bis 40 Mio. € veranschlagt, der ideelle, der kulturhistorische entzieht sich jeder Schätzung. Somit würde eine unvergleichliche Sammlung für immer verloren gehen.
Unterstützen Sie den in einer Petition der amerikanischen Künstler Thom Burns & John K. Bogartte geforderten Erhalt dieser Kollektion & schließen Sie sich dieser Petition an.
Der genaue Wortlaut der Petition [in deutscher Übersetzung] & auf der Seite der Niederländischen Surrealisten [englische Originalversion].
Berichte hierzu: Berliner Tagesspiegels vom 23. Nov. 2002, Süddeutsche Zeitung, WSWS.org, Guardian Unlimited [UK], Boston Globe Online [USA], Le Courrier de Mantes [F], Ministère de la culture [F/UK] & Bretonstudio - Breton te koop [NL]; eine Petition der Surrealistengruppe Chicago [SURREALISM is not for sale] sowie Le Monde des artes & Remue.net über eine französische Petition.

Die Signaturensammlung ist abgeschlossen, die Liste[n] wurden wie angekündigt an Guy Flandre nach Paris geschickt, da erreicht mich folgende überraschende Nachricht:
Breton-Nachlass:
»Der Nachlass von André Breton bleibt in Frankreich. Kulturminister Jean-Jacques Aillagon hat angekündigt, dass der französische Staat sein Vorkaufsrecht geltend machen werde. Für den Ankauf müsse das Ministerium 30 Millionen Euro bezahlen. Monatelang hatten Intellektuelle für den Verbleib der Sammlung in Frankreich plädiert. Wie die Zeitschrift 'Art' berichtete, sollte der Nachlass des Surrealisten im April im Pariser Auktionshaus Calmels Cohen versteigert werden. André Breton hinterließ in seinem Atelier literarische Werke, private Briefe und eine Kunstsammlung.«
Kulturzeit vom 17.März 2003 / 3SAT
Am 19. April 2003 gewährt der deutsch-französische Kulturkanal arte »ein letztes Mal« Einblicke in das Atelier Bretons in der Pariser rue Fontaine im 9. Arrondissement - als Erstaufführung:
 20.15  André Breton, ein letztes Mal - Regie: Fabrice Mace, Frankr. 2003, 25 min.
 22.30  Das Atelier von André Breton - Regie: Fabrice Mace, Frankr. 1994, 25 min.

Was hätte die französische Administration veranlassen können, die Sammlung eines ungeliebten Sohnes wie André Breton zu erwerben? Die Proteste einer Schar Intellektueller etwa, die noch dazu untereinander heillos zerstritten sind über das Schicksal der Sammlung & sich so gegenseitig paralysieren? So kommt es denn, wie es kommen mußte: das Gerücht, wonach der französische Kulturminister Aillagon vom staatlichen Vorkaufsrecht Gebrauch machen würde, wurde inzwischen vom Urheber selbst wieder dementiert. So meldet art magazin [online magazin vom 3. März 03], daß lediglich bei einzelnen Exponaten von staatlicher Seite mitgesteigert würde. Auch »tumultartige Szenen... vor dem Auktionshaus«, von denen man aus gleicher Quelle am 8. März 03 erfährt, mögen daran nichts mehr ändern.
Sieh auch: Unterm Hammer & Das Gold des Surrealisten-Papstes [DeutschlandRadio]; Dalí dalli! [Berlin online]; Schatz in Häppchen DIE ZEIT

Zu diesem Thema...
hat der in Köln ansäßige Publizist H. Becker ein umfangreiches Dossier erstellt, daß Einblick gibt in die Hinter- & Abgründe der Versteigerung des Hab & Guts eines französischen Literaten:
 Die Plünderung von André Bretons Nachlaß [HTML-Version]
17-seitige Druckversion als PDF-Datei [250 kB]


Max Ernst: 30. Todestag

Am 1. April 2006 jährt sich zum 30. mal der Todestag von Max Ernst. Aus diesem Anlass hat der Publizist Heribert Becker einen Text verfasst, in dem er einen Rückblick auf Leben & Schaffen eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts wirft.
Über Max Ernst [HTML] und als Druckversion [PDF]


Max-Ernst-Skulpturen in Brühl

September 2002
Bis zu ihrem endgültigen Einzug ins zukünftige Max-Ernst-Museum in Brühl werden sie den Park des Schloßes Augustusburg schmücken: die 1967 entstandene Skulpturengruppe »Corps enseignant pour une école de tueurs« [Lehrerkollegium einer Schule für Totschläger].
Diese fließen in den Bestand der vor kurzem gegründeten Stiftung ein & wurden aus dem Fundus der in New York lebenden Witwe des Künstlers, Dorothea Tanning, im letzten Jahr käuflich erworben.
Weitere Informationen auf der Seite des Goethe Instituts.
In der Ausgabe vom 20. Nov. berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger über die Grundsteinlegung des weltweit ersten Max-Ernst-Museums in Brühl.


Sollten weltweit alle surrealistischen Gruppen...

ihre Türen öffnen und die Öffentlichkeit einladen, am surrealistischen Projekt teilzunehmen, selbst wenn das Interesse dieser Öffentlichkeit wie auch an seiner Geschichte eher mäßig ist?
An dieser Umfrage auf der Seite des New Yorker Künstlers James Sebor [No dogs allow - Surreal Paintings] dürfen sich all diejenigen beteiligen, die hierzu etwas sagen zu müssen glauben - in Englisch versteht sich & nur noch bis zum 10. Febr. 2003.


Der Surrealismus und die Phantastische Kunst heute

Eine versöhnliche Bilanz der Mamutschauen in Paris & Düsseldorf, einige Zahlen & Fakten sowie ein Plädoyer für die aktuelle Phantastische Kunst heute von Otfried Culmann [Labyrinthe.com].


Surrealismus - Die usurpierte Revolution [!!]

Annie Le Brun ist Autorin aus Frankreich & war Mitglied der Pariser Surrealisten bis zur Selbstauflösung der Gruppe 1969. Warum sie sich zu einer Ausstellung äußern soll, die sie nicht interessiert, sie hartnäckig darauf beharrt, im Surrealismus mehr als nur ein kunstgeschichtliches Vehikel & eine ästhetische Revolution zu sehen & sie Herrn Spies keine allzu glückliche Hand als Kurator besagter Ausstellung bescheinigt, kann man nachlesen in der aktuellen Ausgabe von Die Aktion & hier.


Richard Grasshof - Lettrismus

Eine Dissertation zum Thema »Lettrismus« [auch in Zusammenhang mit surrealer Lyrik] stellt die FU Berlin als Download im PDF-Format - auch in englischer Übersetzung - allen Interessierten zur Verfügung.


Roberto Matta gestorben

In Civitavecchia bei Rom starb am Samstag [23. Nov. 2002] der chilenische Maler und Bildhauer Roberto Matta. Der Architekt arbeitete zu Beginn seines Europaaufenthalts von 1935-37 im Atelier Le Corbusier & war von 1937-48 Mitglied der Pariser Surrealisten. In den 1950er Jahren wendete er sich der informellen Malerei zu.


Dali ist einfach nichtssagend

Noch eine kleine »Nachlese« zur letztjährigen Surrealismus-Schau in London [Surrealism - Desire Unbound]: hübsche Bonmots des englischen Mittelklassejungen & -autors Will Self zu besagter Ausstellung, dem Surrealismus, den Surrealisten & was man sonst noch so nicht für sich behalten kann.
Gunnar Luetzow berichtete für Spiegel online.


La révolution surréaliste

Was für Will Self gilt, gilt in gewisser Weise auch für den unvermeidlichen Werner Spies: auch der nichternannte Gralshüter surrealistischen Denkens gibt ein ums andere Nichtssagendes nicht gerade zum Besten. Doch darüber hinaus bietet diese »Nachlese« zur Paris-Düsseldorfer Show auch so einige Informationen von Interesse, wenn auch nicht von Spies.
Das Erste online berichtete am 22. März 2002.
Übrigens:
Am 11. Juli 2002 war »Surrealismus« das Wort des Tages [Uni Leipzig].


Context XXI

Die Wut im Bauch - Surrealismus überall
»Daß Traum, Wut und Dichtung Motor für gesellschaftlichen Umbruch sein können, sein wollen und nicht nur Zuliefergaranten für Verlagshäuser oder Museen, will die folgende, 3-teilige Serie zum Surrealismus klarstellen.«

Teil 1 - Kein Glied bleibt unzerissen
Teil 2 - Das Unsichtbare ist die Wirklichkeit
Teil 3 - Es lebe die Langeweile, Es lebe die Leidenschaft

Autor: Alexander Schürmann-Emanuely


Hitler als Parteimitglied?

Daß in einem lobbykratischen Staatsgebilde alles zur Mitte der gauß'schen Glockenkurve drängt, mag man gelassen hinnehmen: die braunen Flecken aber, die man sich auf dem Weg dorthin offensichtlich einhandeln kann, sollten dann doch nachdenklich stimmen. Der Kölner Stadt-Anzeiger vermeldet Erstaunliches, ebenso Flensburg online.
Nicht vergessen:
Zweiundzwanzigster neunter. Wählen Sie schön!


Ich sehe was, was du nicht siehst...

Flanieren oder rennen sie durch Deutschlands Innenstädte & seien sie sich sicher:
SIE WERDEN GESEHEN!
Auf der Seite des Überwachungskameraforums finden sich [nach Städten unterteilt] Standorte solcher »Video-Installationen«.
Auch der ChaosComputerClubCologne schließt hier weitere Informationslücken - speziell in Köln.


Jirí Kolár ist tot

Nach längerer Krankheit verstarb am 11. August [2002] in Prag Jirí Kolár im Alter von 87 Jahren an Kreislaufversagen. Der 1914 als Sohn eines Bäckers in Südböhmen geborene Kolár war ein Hauptvertreter der modernen Collage & galt im Ausland als der bekannteste tschechische Künstler der Gegenwart.


Mati Klarwein gestorben

Der aus Hamburg stammende Künstler & Weltbürger starb am 20. März 2002 im Alter von 70 Jahren auf Mallorca. Klarweins immer surrealen Arbeiten zieren die Alben berühmter Popmusiker wie Carlos Santana, Gregg Allman, Miles Davis, Buddy Miles & andere. Sein Gemälde »Verkündung«, abgebildet auf dem Cover der Santana-Platte »Abraxas«, wurde so berühmt wie die Songs des Albums.
Nach dem Siegeszug der digitalen Datenträger & dem Ende der Flower-Power-Ära widmete sich Klarwein zunehmend einer freieren, nichtangewandten Kunst.


Niki de Saint Phalle gestorben

Niki de Saint Phalle ist am 22. Mai 2002 im Alter von einundsiebzig Jahren im kalifornischen San Diego gestorben, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Sie wurde besonders populär durch ihre farbenfrohen, überlebensgroßen Nanas, deren Polyestermaterial ihr dann zum Verhängnis wurde. Sie war verheiratet mit dem Schweizer Objekt- & Kinetikkünstler Jean Tinguely.


Science-Fiction war gestern

Von dieser Stelle aus wollen wir einer »noch« unbekannten Familie aus Palm Beach gratulieren:
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet am 23. April 2002 auf der letzten Seite der Print-Ausgabe wie folgt,
& in seiner Ausgabe vom 14. Mai 2002 erfährt man näheres zum »VeriChip«.


Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg

Lothar Baiers Rezension [Zürcher Wochenzeitung] eines 2001 im Berlin Siedler Verlag erschienen Buches der britischen Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Frances Stonor Saunders über den »Kalten Krieg« in der Kultur. Ihr Titel »Who Paid the Piper?« wurde in der soeben erschienenen deutschen Übersetzung treffend als »Wer die Zeche zahlt ...« wiedergegeben.
Siehe auch Berliner Tagesspiegel.


Comeback des Absurden

In der Ausgabe vom 13. März 2002 resümiert die Kulturredaktion der Münchner Tageszeitung DIE WELT eine Konjunktur surrealer Kunst, belegt dies in €, $ & ¥ sowie durch eine derzeit rege Ausstellungstätigkeit besonders in Europa [siehe oben!].
Die NZZ berichtet am 11. Juni 2002 im gleichem Tenor.


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