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Ausstellungen & Veranstaltungen
2001/02 | 2003/04 | 2005/06 | 2007

 Neuerscheinungen 

Notizen · In eigener Sache

Richard Anders - Wolkenlesen

Über hypnagoge Halluzinationen, automatisches Schreiben und andere Inspirationsquellen
»Fünf Essays zu Themen, die im Mittelpunkt des surrealistischen Interesses stehen, wobei Anders bei seinen Recherchen zurückgeht bis zu Emmanuel Swedenborg und in die deutsche Frühromantik.«
Greifswald [Wiecker Bote, 2003]


DIE AKTION – VON KABUL NACH BAGDAD

Heft Nr. 207 [Sept. 2003] der bei »Edition Nautilus« erscheinenden »Zeitschrift für Politik, Literatur, Kunst«.
Beiträge von Egon Günther, Heribert Becker, Oiseau Tempête, Mary Low, Andreas Löhrer u. a.


Die Aktion - Haben die Surrealisten das World Trade Center zerstört?

Erwiderungen auf den Artikel von Jean Clair [Der Surrealismus und die moralische Zersetzung des Abendlands], erschienen im Herbst 2001 in Frankreich: Offene Briefe von Claude Courtot, Pierre Vandrepote, Malek Abbou, Étienne Lesourd u.v.a.
Übersetzt & zusammengestellt von H. Becker.
Annie Le Brun: Surrealismus - die ursurpierte Revolution [Kommentar zur Surrealismus-Ausstellung im Pariser Centre Pompidou].
Die Aktion - ZEITSCHRIFT FÜR POLITIK, LITERATUR, KUNST [Ausgabe II/2002, 22. Jahr] bei Edition Nautilus.
Brigitte Werneburg berichtet in der Berliner taz


DIE AUTOMATISCHE AKTION

ANARCHO-SURREALISTISCHER RUNDBRIEF
Nach der Null-Nummer [Ende 2002] ist nun [April 2003] die No 1 des von Twokmi Kimali in Berlin herausgegebenen Rundbriefs erschienen. Aus dem Inhalt: Vaneigern und seine poetische Kritik - Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben - Obskurantismus als Stütze von Machinteressen u.a.
Zu beziehen über www.twokmi-kimali.de


Johannes Theodor Baargeld · Fummelmond & ferngefillem

»Lyrik und Prosa des Zentrodada« - so lautet der Untertitel des soeben im Steinmeier Verlag erschienenen & von Walter Vitt herausgegebenen Bändchens. Der frühe Weggefährte von »Dadamax« Ernst & Hans Arp & Mitbegründer der Kölner Dada-Gruppe wird mit seinen 20 Gedichten & einer Lebensbeschreibung vorgestellt.


Das Ding an sich und das Ding an ihr

Dada Erotikon
Hg. Hubert van den Berg, Edition Nautilus, Hamburg 2003. Nähere Informationen bei INTERNATIONAL BOOKSHOP.


Die surreale Erotik-Welt von Alva Bernadine

Zweitausendeins Verlag zum Zweiten:
»Bernadine setzt surrealistische Männer-Fantasien und die erzählerischen Qualitäten der Pornografie ironisch ins Bild' (Magazin Photographie). Bernadine: 'Ich mische die Theatralik des Surrealismus, die klassische Eleganz der Haute-Couture-Fotografie, Elemente der Reportage- und der Werbefotografie zu einem Cocktail.'
86 ganz- & doppelseitige, meist farbige Fotos des mit dem Vogue/Sotheby's-Award ausgezeichnete Fotokünstler Alva Bernadine vereint dieser Bildband.


André Breton - Le Surréalisme et la peinture

Bretons theoretisches Hauptwerk ist in einem Nachdruck der letzten Fassung von 1965 in einer Neuauflage erschienen. Mit Index und Verzeichnis der Abbildungen.
Verlag: Petersen, Hamburg/Ed. Gallimard, Paris 2002


Leonora Carrington - Surrealism, Alchemy and Art

Erstmals liegt nun ein Bildband vor, der sich umfassend Leben und Werk der Künstlerin Leonora Carrington (geb. 1917) widmet. Im Jahre 1936 geriet sie in surrealistische Kreise und lernte in Paris Max Ernst kennen. In den 40er Jahren emigrierte sie nach Mexiko-Stadt und traf dort erneut auf Protagonisten des Surrealismus wie Luis Buñuel, Benjamin Péret, Octavio Paz, aber auch auf mexikanische Modernisten.
Dieser Band liefert einen umfassenden Einblick in das reiche Œuvre Leonora Carringtons...
Autorin: Susan Aberth (2005/Humphries). Text engl.


Lewis Carroll - Das literarische Gesamtwerk

... Die Werkausgabe erscheint im Zweitausendeins Verlag & enthält: Sylvie & Bruno, Alice im Wunderland, Alice im Spiegelland, Der Wesper mit der Perücke, Phantasmagorie und andere Gedichte, Der Pfarrhausschirm, Mischmasch u.a. Nachwort mit zahlreichen Fotos und Faksimiles, Worterklärungen und einer Kurzbiografie. Deutsch von Dieter H. Stündel; 2 Bände, 1248 Seiten, 365 Abbildungen.


René Crevel

Romancier zwischen Surrealismus, Psychoanalyse und Revolution.Hrg.: Dieter Schöneborn, NODUS PUBLIKATIONEN


Das geheime Leben des Salvador Dalí

»Das Buch hat als Lebensbericht eines Malers im 20. Jahrhundert nicht seinesgleichen. Es ist ein zentrales Werk der Kunst unserer Zeit, ein historisches und ästhetisches Dokument ersten Ranges, überquellend von Witz und Intelligenz.« [Erstmals Schirmer/Mosel Verlag].


Salvador Dalí - Die Gemälde

Und Zeitausendein Verlag zum vorerst letzten: 100 Jahre alt wäre er geworden, wie wir wohl mittlerweile alle wissen dürften & da wird auch bei besagtem Frankfurter Verlag nicht gekleckert. Alle Gemälde des spanischen Egomanen vereint dieser Bildband auf fast 800 Seiten. Herausgeber: Robert Descharnes & Gilles Néret.

Dalí und Gala

Daneben wirken Schult & Koska wie graue Vorstadtmäuse: die geradezu symbiotische Maler-Muse-Beziehung zwischen dem katalanischen Künstlerentertainer und der Ex-Frau Paul Eluards ist Thema einer Doppelbiografie von Herbert Genzmer, die zuvor bereits im Hause Rowohlt erschienen ist & nun im Frankfurter Zweitausendeins Verlag wieder aufgelegt wird.


Salvador Dalí

Die Biografie des Iren Ian Gibson, erstmals erschienen in der DVA, wurde vom Frankfurter Zweitausendeins Verlag neu aufgelegt und ist in dessen Läden bzw. über den Verlag direkt zu beziehen.


Marcel Duchamp

Bei Zweitausendeins in Frankfurt/Main erschienen ist eine illustrierte Biografie jenes Mannes, den »die Postmoderne... als ihren Idealkünstler entdeckt« hat, so jedenfalls die FAZ. Herausgegeben hat den 600-Seiten-Band der New Yorker Kunstkritikerikiki Calvin Tomkins.
www.cosmopilis.ch berichtet


Duchamp in Basel

Zur gleichnamigen Ausstellung hat das »Museum Jean Tinguely Basel« einen Katalog herausgegeben, ergänzt durch ein Vorwort von Harald Szeemann; erschienen im Hatje Cantz Verlag.


Guy Ducornet - Die Parasiten des Surrealismus

In der Übersetzung von Heribert Becker stellen wir hier ein Kapitel aus dem Buch Les Parasites du surréalisme (2002) von Guy Ducornet vor, in dem von der vielfach krassen Fehldarstellung des Surrealismus seitens zahlreicher US-amerikanischer Universitätsprofessoren und -professorinnen die Rede ist. Wie absurd diese Darstellung teilweise ist, demonstriert für das Gebiet des surrealistischen Atheismus der angehängte, ebenfalls von H.B. übersetzte Text »Pollutionsgefahr« (1931) des nach Ansicht einer amerikanischen »Surrealistologin« zutiefst, wenn auch unbewußt vom Katholizismus durchdrungenen Surrealisten Max Ernst.
HTML-VersionPDF-Version [benötigt den Adobe Acrobat Reader]


Dulzinea - Zeitschrift für Lyrik und Bild

Ausgabe Nr. 3 der in Fulda erscheinenden Lyrikzeitschrift ist [Herbst 2002] erschienen. Sie kann direkt über redaktion@dulzinea.de bezogen werden.


Nikos Engonopoulos · Gedichte

...aus dem griechischen Surrealismus. Übertr.: Ina und Asteris Kutulas. Dielmann Verlag, Frankfurt/M 2001.


Gefährliche Musen. Frauen um Max Ernst

von Karoline Hille, erschienen in der Berliner edition ebersbach, 2007
»Sobald Frauen sich über Surrealisten auslassen, scheinen ihnen automatisch Begriffe um Umkreis von ‚Macho’, ‚Pascha’ und ‚Phallokrat’ in die Feder zu fließen, und von den Frauen im Surrealismus heißt es regelmäßig, sie seien von den Männern nur als Geliebte, Modelle, Musen oder Mäzeninnen, aber nicht als emanzipierte, eigenständige Künstlerinnen geduldet worden. Diese Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, daß sie fortwährend wiederholt werden (wie schon in Die realen Frauen der Surrealisten. Simone Breton, Gala Éluard, Elsa Triolet [1996] von Unda Hörner). Karoline Hille merkt nicht, daß sie sich selbst widerspricht, indem sie einerseits dieses dümmliche Klischee aufwärmt, andererseits aber einige Mühe darauf verwendet zu zeigen, als was für unabhängige schöpferische Geister sich Leonora Carrington und Dorothea Tanning an der Seite eines Erzsurrealisten wie Max Ernst entwickelt haben.
Hilles Buch, das außer von Carrington und Tanning noch von Luise Straus Ernst (der ersten Ehefrau des Malers), Gala und Peggy Guggenheim (Ernsts dritter Frau) handelt, ist nicht uninteressant, aber doch eher ein Produkt journalistischer Kompilation als Resultat fundierter, exakter Recherche. Zudem enthält es eine Vielzahl von sachlichen Fehlern und Ungenauigkeiten: Beispielsweise war André Breton, dem selbstredend wieder das idiotische Etikett ‚Surrealistenpapst’ angeklebt wird, nie ‚begeisterter Trotzkist’, Remedios Varo (Katalanin), Luis Buñuel (Spanier), Wolfgang Paalen (Österreicher), Alice Rahon (Französin) und Esteban Francés (Katalane) waren keine ‚mexikanische Surrealisten’, und Peggy Guggenheim hat 1941 Breton und Familie nicht ‚den Flug nach Amerika’ bezahlt, denn die Bretons reisten per Schiff ins Exil. Zudem: wer sich ernsthaft mit dem Surrealismus befaßt, sollte diesen nicht als ‚Kunstrichtung’ banalisieren, und er sollte in der Lage sein, die Namen führender Protagonisten der Bewegung wie Wifredo Lam, Óscar Domínguez und Joan Miró richtig zu schreiben…« [Heribert Becker]


Die Max-Ernst-Retrospektive

»...zeigt eine exquisite Auswahl von Spitzenwerken. Neben dem malerischen Œuvre und ausgesuchten Skulpturen liegt der Akzent auf den von Max Ernst entwickelten technischen Neuerungen wie Collage, Montage, Frottage, Grattage u.a. Hg. von Werner Spies.«


Loplops Geheimnis

Max Ernst und Leonora Carrington in Südfrankreich
Herausgegeben von Silvana Schmid, erschienen im anabas Verlag, Frankfurt a. M. 2003.
Siehe hierzu eine Rezension in DIE ZEIT [bei Perlentaucher.de]


Max Ernst - Loplop

Herausgegeben vom Ernst-Freund & Kenner Werner Spies, ursprünglich erschienen beim Kölner DuMont Verlag. »Mit Loplop begibt sich Ernst auf Entdeckungsreise durch alle Werkgattungen. Die geheimnisvolle Figur, halb Vogel, halb Mensch, taucht in unzähligen Bildern auf und wird zum 'Künstler in der dritten Person'«


Max Ernst - Die Rückkehr der schönen Gärtnerin

Anhand eines 1923 entstandenen & 1937 als »Entartete Kunst« verschollenen Bildes des Künstlers »unternimmt Werner Spies eine spannende Reise durch das Werk von Max Ernst« Die erste Auflage war bei Rogner & Bernhardt erschienen.


Egon Günther – Ausblick

»Mit seinem vage am Surrealismus, an den Gesängen der Beatniks und an Robinson Jeffers orientierten Gedichtband ,Ausblick' hat nun auch der in Oberbayern lebende Maler Egon Günther ein Rosenblatt in den Grand Canyon der Indifferenz geworfen, aber man hat den Eindruck, er wartet nicht lange auf ein Echo, sondern er steht noch eine Weile gedankenverloren auf dieser neu errichteten Aussichtsplattform und schaut die Verheißungen einer anderen Zeit, als dem Wanderer noch keine Schilder die uralten Namen vertrauter Gewässer buchstabierten und die Luft klarer stand. Dort sieht er seinen heimatlichen See, ,noch betäubt vom kalten kuß der nacht/bevor der frühnebel aufsteigt/und an seinen ufern/ein rohes handwerk seine schneisen schlägt'. Einen Lidschlag lang verharrt die Welt scheinbar gestaltlos und birgt kaum Stoff für Dramen aller Art. Doch jenseits davon vibriert der Grundton sozialer Musik... Der schmale großformatige Band ist in der Reihe Medien Streu im Verlag Peter Engstler erschienen und kostet 10 Euro.«


Egon Günther - BAYERISCHE ENZIANE

Ein Heimatbuch
»Bayern hat auch eine freiheitliche Tradition, die gegen provinzielle Enge und verkitschte Trachtenrührseligkeit steht... Egon Günther beschreibt den Penzberger Aufstand 1945, die Rebellen aus dem Kolbermoor, den Oberländer Bauernaufstand und die Sendlinger Mordweihnacht. Er spürt Verbindungslinien und wundersame Zusammenhänge auf. Die Sehnsucht nach Freiheit und Autonomie, der Kampf für soziale Existenz und moralische Integrität bilden das Garn, aus dem die Geschichte von unten gewoben ist.
Bei seiner Wanderung durch die Zeitläufte legt der Autor eine Kultur frei, in der ein rebellisches Selbstbewusstsein wider jegliche Obrigkeit entstanden ist, und das, durch alle Verwandlungen hindurch, bis heute wirkt – nicht nur in Bayern.«
Der Band erscheint in der Hamburger Edition-Nautilus & ist ab 24. Aug. 2005 lieferbar.


Das Sammelalbum Hannah Höchs

»Wie reichhaltig der Bilderfundus Hannah Höchs (1889-1978) gewesen sein muss, lässt ein Album erahnen, das vermutlich 1933 entstanden ist und als singuläre Arbeit in ihrem Werk spannende Fragen aufwirft. Diente es als Motivsammlung für Collagen und Fotomontagen? War es als modernes Skizzenbuch angelegt? Könnte es ein erster Schritt in Richtung Konzeptkunst sein?...
Das Album, von dem bislang nur wenige Seiten publiziert wurden, wird nun in hochwertiger, faksimileähnlicher Reproduktion erstmals vollständig zugänglich gemacht.«
Verlag Hatje Cantz 2004
berichtet.


Frank Illing - Jan Mukarovský und die Avantgarde

Die strukturalistische Ästhetik im Kontext von Poetismus und Surrealismus, Aisthesis Verlag 2002.


Neue Ausgabe von INFOSURR

Nr. 57 [Dez. 2004] der von Richard Walter & Éduard Jaguer herausgegebenen Zeitschrift INFOSURR ist soeben erschienen.
Beiträge von Heribert Becker, Guy Ducornet, Ben Durant, Édouard Jaguer, Marc Kober, Jacques Lacomblez, Richard Walter sowie Illustrationen von Jacques Zimmermann, Karol Baron, Jacques Vaché.
1, grande rue, F 45410 Lion en Beauce
inforsurr@infosurr.net


Alfred Jarry - Ubu Rex

Für die Avantgardisten der Rue Fontaine war Alfred Jarry [1873-1907] neben Lautreamont, de Sade & Rimbaud das, was man gerne »Wegbereiter« nennt.
Nun ist hierzu im Frankfurter Zweitausendeins Verlag soeben erschienen: die »einzige deutsche Übersetzung mit allen Fortsetzungen« des ursprünglich für das Puppentheater konzipierten Theaterstücks des Pariser Bürgerschrecks & seiner Kunstfigur »König Ubu«.


Fridas Vater

Der Photograph Wilhelm Kahlo
»Viele Legenden ranken sich um Frida Kahlo, und zu den meisten hat sie selbst die Fährte gelegt. Eine davon betrifft ihren Vater, Guillermo Kahlo (1871–1941),... einem der angesehensten Architektur- und Industriephotographen seines neuen Heimatlands.
Gaby Franger und Rainer Huhle legen ihre aufsehenerregende Arbeit über Leben und Werk von Wilhelm Kahlo in einer reich bebilderten Monographie vor, in der ein erstaunlich moderner Photograph zu entdecken ist und die neuen Schwung in die Frida Kahlo-Forschung bringen dürfte. Die Publikation begleitet eine Wilhelm Kahlo-Ausstellung in seiner Heimatstadt Pforzheim im September.« Schirmer/Mosel Verlag von Gaby Franger und Rainer Huhle mit weiteren Texten von Cristina Kahlo, Helga Prignitz-Poda, Juan Coronel Rivera und Raquel Tibol.


Sibylla Krainick · Arabischer Surrealismus im Exil

Literaturen im Kontext · Der irakische Dichter und Publizist 'Abdal-Quadir al-Ganabi.
Herausgegeben von Birgit Embaló, Priska Furrer, Angelika Neuwirth, Rotraud Wielandt, Renate Würsch, Reichert Verlag


Die unheimliche Frau - Weiblichkeit im Surrealismus

Hg. von Angela Lampe. Text von Elisabeth Bronfen
Das recht komplizierte bis angstbesetzt-widersprüchliche Verhalten & Verhältnis der Surrealisten zur Weiblichkeit war Herbst letzten Jahres Thema einer Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld.
Der ergänzende Katalog ist bei Frölich & Kaufmann erschienen.


René Magritte: Die große Monografie zu Leben und Werk

»Angeregt von Freuds 'Traumdeutung' machte Magritte die Bilder des Unbewussten und des Irrationalen sichtbar. Denn die erschienen ihm wirklicher als die Realität. Magrittes Gemälde zeigen, dass nichts ist, wie es scheint. Schritt für Schritt legt David Sylvester die Bedeutungen frei, die in Magrittes Bildern versteckt sind, und macht so die surrealistische Zeichensprache lesbar.«
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt/Main 2004


Joyce Mansour. Une étrange mademoiselle

von Marie-Laure Missir, Paris (Ed. Jean-Michel Place) 2005

Philippe Audoin nennt Joyce Mansour (1928-1986) in seinem Buch Les Surréalistes (1973) »eine der großen Dichterinnen, die die surrealistische Bewegung an sich gezogen hat«. Das geschah um 1954, nachdem die junge Autorin ihren ersten Gedichtband, Cris (Schreie, 1953), veröffentlicht hatte. Die Pariser Surrealisten reagierten enthusiastisch auf diese von einer unerhörten erotischen Wildheit erfüllten Texte, und in Medium, der damaligen Zeitschrift der Gruppe, wurde der schmale Band wie folgt kommentiert: »Hier ist nichts, das nicht aus den dunkelsten Tiefen des Seins empordringt, in denen Liebe und Tod, Angst und Verlangen, Lust und Schmerz zu einer einzigen allesverschlingenden Wirklichkeit verschmelzen, die sich durch das Objekt ihrer Begehrlichkeit hindurch selbst verschlingt.«...
Marie-Laure Missir beschäftigt sich seit Jahren mit Leben und Werk Joyce Mansours. 2005 hat sie nun die oben genannte Monographie vorgelegt, eine umfangreiche, großzügig bebilderte Arbeit, die für einige Zeit das Standardwerk über Mansour bleiben dürfte. Übrigens wird im Laufe dieses Jahres erstmals in deutscher Sprache eine größere Gedichtauswahl von Joyce Mansour erscheinen: J.M., Die erogene Stunde (hg. und übers. von Heribert Becker). Berlin (Hans Schiler Verlag).


Henri Michaux · Passagen

Aus dem Französischen von Elisabeth Walther und Dieter Hornig, erschienen im Droschl-Verlag.
»Passagen, erstmals 1950 und danach, stark erweitert, 1963 in Paris erschienen, ist eine Sammlung von Texten über Malerei, Musik, über künstlerische Produktion – scharfe, bissige Gedankenbilder, die Michaux' Poetik im Kern enthalten.
Der Titel ist wörtlich zu nehmen: Immer geht es um Passagen, um Übergänge, vom Realen ins Irreale, von der Wahrnehmung zum Imaginären, von Affekten zu Erkenntnis. Michaux lieferte mit seinem seismographischen Schreiben eine Poetik des Fragments und der Diskontinuität, ohne vorschneller Literarisierung ('Stil', 'Eleganz', 'Rhetorik') zu verfallen.«


Milan Nápravník – Am Ufer

Oftmals angekündigt und nun doch endlich erschienen: die »surrealistischen Traumprotokolle« des tschechischen Lyrikers und Künstler Milan Nápravník.
1970 schrieb Ludwig Harig in einer Rezension von Nápravníks Buch Kassiber (Suhrkamp 1969):
»'... nun kommt der Tscheche Milan Nápravník [...] und führt uns das nutzlose Suchen und das vergebliche Warten noch einmal vor. Und wie! Kommen wir von ihm auf Beckett und Kafka zurück?' Ja, betont Harig, man sollte 'nach Nápravník noch einmal Kafka und Beckett lesen'. Zwar ist Am Ufer von ganz anderer Art als Kassiber, aber auch in diesem Buch, das meilenweit von jeder Form 'gängiger' Gegenwartsliteratur entfernt ist, führt Nápravník eine Art modernen Sisyphus vor, dessen Existenz letztlich eine vernichtende Kritik an unserer abendländisch-christlichen Zivilisation impliziert, die 'ein Kerker ist, dessen Gitter der Gefangene für immer mit sich herumschleppt, wohin er auch zu fliehen wagt' (Am Ufer).
Milan Nápravník, geb. 1931, gehörte 1955-65 der illegal agierenden tschechischen Surrealistengruppe an. Nach der Zerschlagung des "Prager Frühlings" emigrierte er in den Westen. Nach Aufenthalten in Paris und Berlin ließ er sich 1970 in Köln nieder. Heute lebt er abwechselnd in Köln und Prag. Er bekennt sich nach wie vor zu den subversiven Prinzipien des Surrealismus.«
Erschienen im Karin Kramer Verlag, Berlin


Wolfgang Paalen. Zwischen Surrealismus und Abstraktion

Wolfgang Paalen [1905-1959], österreichischer Künstler, der sich zeitweise im Umkreis der Pariser Surrealisten bewegte, dessen Werk aber erst in den letzten Jahren wieder ins kulturöffentliche Interesse rücken konnte:
Katalog des Museums für moderne Kunst Stiftung Ludwig


Wolfgang Paalen: Im Inneren des Wals

Monografie - Schriften - OEuvrekatalog; Hg. Andreas Neufert. Wiederauflage des ursprünglich bei SPRINGER, Wien/New York erschienen Bandes.
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt/Main 2004


Benjamin Péret: Von diesem Brot esse ich nicht

Verlag Edition AV
Die Orginalausgabe erschien 1936 unter dem Titel »Je ne mange pa ce pain-là« in den »Editions Surréalistes« in einer Auflage von 249 Exemplaren. Übersetzt und mit einem Vorwort und Anmerkungen versehen von M.Halfbrodt.


Jean-Michael Pianca - Und Krieg der Arbeit

Die Surrealisten als Arbeitsverweigerer - Mit einem Text von André Thirion, aus dem Französischen übersetzt von M. Halfbrodt, erscheint in der »edition blackbox«.
»Die Einstellung der Surrealisten zur Arbeit ist einfach und klar: sie sind dagegen. Und das tun sie auch mit allen Mitteln kund, insbesondere in ihrer Zeitschrift und ihren literarischen Texten, und zwar mit all der von ihnen gewohnten Heftigkeit.«


KURT REGSCHEK – Meister der Gegensätze

»Der Maler Kurt Regschek hatte wie seine Kollegen Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden bald nach dem Krieg an der Wiener Kunstakademie eine gründliche handwerkliche Ausbildung genossen. Sie alle suchten in altmeisterlicher Malweise eine Brücke zwischen Traum und Wirklichkeit herzustellen.
Gemeinsam war den Künstlern die akribische, detailtreue Übersteigerung der Wirklichkeit, das malerische Phantasieren. Und dennoch waren sie alle Individualisten. Kurt Regschek, ein wenig älter als seine Kollegen, trennte sich als erster von der Gruppe und ging seit 1965 seinen eigenen Weg.«
Im Wiener Molden Verlag ist soeben [Herbst 2006] eine 200-seitige Monografie des im letzten Jahr, 26. Juli 2005 verstorbenen Malers & Grafikers. Herausgegeben von Peter Diem & Anton Wladar bietet die Monografie Zahlreiche, überwiegend farbige Abbildungen sowie ein ausführliches Interview mit der Kunsthistorikerin Monika Bugs aus dem Jahr 2001.
Eine Online-Ausgabe dieses Interviews finden sie hier im Forum [auch als Druckversion].


Rimbaud - Leuchtende Bilder

Arthur Rimbaud wurde 1854 in Charleville geboren & starb 1891 in Marseille. Sein poetisches Werk verfaßte er bereits zwischen seinem 15. & 20. Lebensjahr.
Dieser Band ist der vierte einer Neuübersetzung & wird im Aachener Rimbaud-Verlag erscheinen. Übertragen von Thomas Eichhorn [Lyrik-Taschenbuch Nr. 30].


Christian Saalberg · Das Weite suchen

Der 21.[!] Gedichtband des in Kiel lebenden Juristen & Lyrikers, der trotz seiner enormen Produktivität bei nicht nachlassender Qualität & seiner Mitgliedschaft im PEN-Zentrum Deutschlands & Österreichs einem breiteren Publikum bisher kaum bekannt ist. Der Band ist im S. Roderer Verlag erschienen.


Sade Surreal

Der Marquis de Sade und die erotische Fantasie des Surrealismus
»Die Bilderwelt des skandalumwitterten Franzosen de Sade ist Ausgangspunkt einer weitgehend verborgenen künstlerischen Tradition... Dieser Band zeigt und erläutert den ungeheuren (ungeheuerlichen) Einfluss von de Sade auf die Kunst in Texten und Bildern vom späten 18. Jahrhundert bis zum Surrealismus.«
[Ausstellungskatalog der 2001/2002 im Kunsthaus Zürich stattgefundenen Ausstellung]


Soeben erschienen: Salamandra, Nr. 15/16

Salamandra, die Zeitschrift der spanischen Surrealistengruppe trägt die Untertitel »Intervención surrealista # Imaginación insurgente # Crítica de la vida cotidiana«. Die Doppelnummer 15/16 (1005-2006), 196 großformatige Seiten stark enthält Beiträge von Julio Monteverde, José Manuel Rojo, Joël Gayraud, María Santana, Lurdes Martínez, Eugenio Castro, Juan Carlos Otraño, Silvia Guiard, Javier Gálvez, Manuel Crespo, Michael Richardson, Jesús García Rodríguez u.a.
Grupo surrealista de Madrid
c/o Ediciones de la Torre Magnética
Torrecilla del Leal, 21, 1° izq.
28012 Madrid
gruposurrealistademadrid@hotmail.com


Das surrealistische Gedicht

In der nun bereits 4. aktualisierten Auflage erscheint im Zweitausendeins Verlag ein Meilenstein in Sachen Lyrikanthologie und Buchkunst: Das surrealistische Gedicht, Herausgegeben von Heribert Becker, Èduard Jaguer & Petr Král, Frankfurt/Main 2005 [Erstauflage 1985].


Der unbekannte Surrealist: Yves Tanguy

»Erst reiste Tanguy als Seeoffizier um die Welt, dann wurde er einer der Erfinder des Surrealismus. Zusammen mit Dalí, Ernst und Giacometti gehörte Tanguy zum Kreis der Pariser Avantgarde der 20er Jahre. 'Tanguy verzichtete auf alles Vertraute und zeigt uns nie geschaute Dinge in einer unbekannten Welt', hebt das Fachmagazin Weltkunst die Bedeutung des großen Erforschers der menschlichen Seele hervor.«
Erstmals erschienen im Hatje Cantz Verlag, nun bei Zweitausendeins, Frankfurt/Main, 2005.

Silvia Valdés – Kurze Chronik des Surrealismus in Argentinien

In der 4. Ausgabe der Zeitschrift SURROGAT erschien ertmals in deutscher Übersetzung [von Heribert Becker] der Artikel der argentinischen Kunsthistorikerin Sivia Valdés, der sich mit der Entwicklung einer surrealistischen Bewegung in dem südamerikanischen Land befaßt.
Dieser liegt nun auch als Online-Version vor. Zum Ausdruck steht auch eine PDF-Version zur Verfügung.


Kunst als Revolte? Von der Fähigkeit der Künste, Nein zu sagen

»Die Beiträge dieses Buches gehen der Frage nach, ob die Künste auch heute noch mit revoltierendem Einspruchsgestus auftreten können und welche Intentionen und Mittel sie dafür noch haben. Das Buch ist das Ergebnis eines interdisziplinären Symposions am Institut für Kunstgeschichte der TU Graz, an der die Herausgeberin eine Professur für Kunstgeschichte innehat.«
Herausgeberin: Karin Wilhelm, erschienen im Anabas-Verlag in Gießen.


Woldemar Winkler · Das plastische Werk

Soeben ist der dritte Band des Werkverzeichnisses von Woldemar Winkler [publiziert im Auftrag der Woldemar-Winkler-Stiftung der Sparkasse Gütersloh], ebenfalls im Wienand-Verlag in Köln erscheinen. Dieser befaßt sich mit dem dreidimensionalen Werk des Künstlers & enthält neben etwa 180 Abbildungen Wortbeiträge von Sepp Hiekisch-Picard [dem Herausgeber], Christoph Winkler sowie von Woldemar Winkler selbst.
Der abschließende Band 4 [»Das malerische Werk«] ist für 2003 geplant.


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