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Mit dem Tod ihres Mentors André
Breton 1966 & der Auflösung der Gruppe der Pariser Surrealisten nur drei Jahre später war das bis dato wichtigste Kapitel visionär-poetischer Weltschau & deren künstlerische Äußerungen beendet; eines jener Kapitel, die sich wie lichte Momente durch die Geschichte fast aller Künste ziehen. In den darauf folgenden Schulen, Stilen & Ismen findet sich vieles von dem wieder, was die Künstler & Autoren der Rue Fontaine gefunden, erfunden, erdacht & propagiert hatten, wie auch sie von den unterschiedlichsten Vorbildern inspiriert worden sind.
Aber auch Falsches & Fadenscheiniges drängt sich unter den ungeschützten Begriff der Surrealität. Dies geschieht um so leichter, da der »klassische« Surrealismus [1] [2] wenig interessiert war an Fragen von Form, Farbe, Komposition oder Versmaß.
Doch zwischen all dem & dem kulturellen Einerlei läßt sich eine Spur poetischen Denkens & Schaffens verfolgen, die bis in die Gegenwart reicht & die es freizulegen & zu bündeln gilt.
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Die Zeiten ändern sich & somit auch der Nährboden, auf dem Ideen gedeihen. Am Beginn einer dritten industriellen Revolution ist die Digitalisierung weitester Bereiche unseres Lebens bereits weit fortgeschritten, eine kaum zu kontrollierende Globalisierung der wirtschaftlichen Kräfte & eine Neuordnung der gesellschaftlichen Strukturen hat begonnen. Vielleicht erwächst aus dem daraus resultierenden Unbehagen das Interesse an einer der Poesie entspringenden Kultur, eine die sich reibt & Wärme & Energie erzeugt, eine Energie der Revolte & der Irritation.
Eben dies geschieht jetzt & überall
auf der Welt & einiges davon wird Ihnen auf den folgenden Seiten
begegnen...  
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